Krankenkassen unterstützen Internet-Apotheken
15. Januar 2006 | Antonius Klees
Einige Krankenkassen empfehlen ihren Mitgliedern die Nutzung von Internetapotheken, um Kosten zu sparen. Die DAK, die Techniker Krankenkasse (TK) oder die Siemens Betriebskrankenkasse (SBK) tuen dies und sehen dabei besonders Vorteile für chronisch Kranke. Einige Krankenkassen haben bereits entsprechende Rahmenvereinbarungen mit Internet-Apotheken im In- und Ausland abgeschlossen.
Nach Aussage der DAK bestellen 0,8 Prozent der DAK-Versicherten ihre Medikamente bei Online-Apotheken. Man erwarte in den kommenden Jahren eine Steigerung auf sieben bis zehn Prozent. Die Einsparung für die Mitglieder sei von Fall zu Fall unterschiedlich. Bei rezeptpflichtigen Mitteln könne zumindest ein Teil der Rezeptgebühr gespart werden.
Die SBK beispielsweise hat mit der Europa Apotheek im niederländischen Venlo eine Rabattvereinbarung getroffen. Bei rezeptpflichtigen Medikamenten können SBK-Kunden bis zu 50 Prozent sparen, bei rezeptfreien Mitteln beträgt die Ersparnis bis zu 35 Prozent. Mitglieder der TK sollen laut Pressesprecherin Anja Walther bei rezeptfreien Medikamenten bis zu 30 Prozent sparen können.
Bei der Online-Bestellung gilt jedoch zu berücksichtigen, dass man mit Lieferzeiten von zwei bis drei Tagen rechnen muss. Daher sind Versandapotheken vor allem bei chronischen Erkrankungen oder bei Langzeittherapien interessant. Da bei rezeptfreien Arzneimitteln die Preisbindung aufgehoben wurde, kann man aber auch in normalen Apotheken Sonderangebote finden.
Es ist abzuwarten, wann die Krankenkassen den nächsten Schritt, den der eigenen Versandapotheken, gehen.
Unter www.netdoktor.de finden man eine Übersicht der Versandapotheken.
2. Juli 2007
Gut so!
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