Weblogs verändern Wertschöpfung der Medienhäuser
16. Januar 2006
Der Boom von Wikis, Weblogs und Podcasts wird die Medienbranche revolutionieren. Das ist die Quintessenz einer Diskussionsrunde mit namhaften Medien- und Internet-Experten im Rahmen des Frankfurter ‘MedienMittwochs’.'Traditionelle Verlagshäuser werden einen ähnlichen Verlust der Deutungshoheit erleiden, wie ihn zur Zeit Martin Luthers die katholische Kirche erlitten hat’, formulierte Julius Endert, Leiter der Online-Redaktion des ‘Handelsblatts’, die Situation der deutschen Medienbranche zu. ‘Medienhäuser müssen lernen, die in Weblogs und Wikis stattfindende Kommunikation zu moderieren und an den Diskussionen teilzunehmen’, mahnte er und sagte weiter: ‘In der Zukunft wird der Umsatz nicht aus der Erstellung eigener Inhalte kommen, sondern auch aus der Bereitstellung von Infrastruktur.’
Google-Sprecher Stefan Keuchel sieht Deutschland mit seinen rund 200.000 geschätzten Blogs noch im ‘Dornröschenschlaf’. Doch immer mehr Unternehmen würden das Potenzial von Weblogs für die
Unternehmenskommunikation erkennen. ‘Ob aktiv oder passiv – an dem Thema Weblogs kommen die Kommunikationsabteilungen deutscher Unternehmen nicht vorbei’, glaubt Keuchel. Sein Kollege Volker Gläser
von Yahoo Deutschland ist mit seinen Gedanken schon einen Schritt weiter. Für ihn sind Weblogs nur ein erster Schritt in einem durch Podcasts und Vodcasts weitergeführten, dynamischen Prozess: ‘Natürlich gibt es für die großen Player einige interessante Ansätze, diese Entwicklung zu monetisieren’, ist Gläser sicher.
Antonius Klees in E-Commerce, Weblogs | Permalink | Noch keine Kommentare
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