Performance-Steigerung für Web2.0 und AJAX-Applikationen
7. Februar 2006 | Alexander Pisculla
Um moderne Web 2.0-Applikationen in Usability und Erscheinungsbild normalen Desktop-Applikationen gleichzusetzen, ist häufig eine große Menge an Javascript-, CSS- und HTML-Code notwendig. Alleine Javascript-Bibliotheken wie scriptaculous sind dabei bis zu 100K groß.
Das mag zwar in Zeiten steigender DSL-Verbreitung nicht allzu sehr ins Gewicht fallen, doch nicht nur der 56K-Modem Nutzer kann von einer geringeren Übertragungsmenge profitieren. Auch für Anwender mit schneller Leitung kann eine Reduzierung der zwischen Server und Browser hin- und hergeschobenen Daten den Umgang mit der Webapplikation spürbar angenehmer gestalten. Bei einem Test von bekannten Web2.0-Diensten wie Techmemorandum oder RawSugar konnten mit Optimierungstechniken bis zu 400% schnellere Ladezeiten erzielt werden.
Doch wie läßt sich nun solch eine Optimierung durchführen? Als Beispiel zeigen wir zwei relativ schnell zu integrierende Möglichkeiten bei einer standardmäßigen PHP/Apache-Konfiguration:
- Verkleinerung der JavaScript-Dateien durch Entfernen unnötiger Kommentare und Leerzeichen mit dem Tool JSMin
- Komprimierung der ausgelieferten Seiten über GZip:
Hierzu muss im Hauptverzeichnis eine .htaccess Datei mit folgendem Inhalt liegen:
php_flag zlib.output_compression On
Alternativ kann am Anfang jeder PHP-Datei folgender Code eingefügt werden:
<?php
ob_start( 'ob_gzhandler');
?>
Weitere Details zum Thema sowie zusätzliche Komprimierungstechniken (auch für IIS-Webserver) finden sich im Originalartikel von Max Kiesler.
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