Google versteigert Anzeigen in Zeitschriften
22. Februar 2006 | Antonius Klees
Google experimentiert damit, die von AdWords bekannten Auktionsverfahren auf Print Anzeigen anzuwenden.
Vom 10. bis zum 20. Februar hatten AdWords Werbekunden in den USA Zeit, sich an einer von Google veranstalteten Auktion zu beteiligen. Sie konnten in 28 ausgewählten Publikationen auf ganzseitige, halbseitige und viertelseitige Anzeigenplätze bieten.
Auf die genauen Platzierungen konnte nicht geboten werden, jedoch haben die erfolgreichen Bieter im Gegensatz zu den AdWords, vollkommene Gestaltungsfreiheit bei den Anzeigen – soweit die Inhalte Googles Richtlinien entsprechen (kein Nikotin, kein Alkohol, keine Wetten und kein Sex).
Durch den Erwerb von dMarc Broadcasting Inc im Januar des Jahres kann das Geschäftsmodell von Google auch auf Radio Spots ausgedehnt werden.
Die Gewinner der Auktion bekommen am 3. März eine Mail von Google – ein Tracking wie bei AdWords Anzeigen wird es bei den Printanzeigen nicht geben.
Die klassischen Vermarkter und Verleger werden nicht glücklich sein mit den Aktivitäten von Google, nachdem schon der Kleinanzeigenmarkt sowohl von Google mit Google Base als auch von eBay mit kijiji mit in das Portfolio aufgenommen wurde.
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