Zeitungen benötigen 100 Online Leser, um den Verlust eines Print Lesers auszugleichen
2. März 2006 | Antonius Klees
Der auf den Zeitungsmarkt spezialisierte Unternehmensberater Vin Crosbie hat Ende Februar 2006 auf dem World Association of Newspapers Congress Zahlen vorgelegt, die zeigen, dass die Wertschöpfung von Online und Print Publikationen noch erhebliche Unterschiede aufweist. Zwischen 20 bis 100 Online Leser werden benötigt um den Wegfall eines Lesers einer Print Version auszugleichen. US-Amerikanische Verlage verdienen zwischen US$ 500 und US$ 900 pro Print Leser. Diese Einnahmen setzten sich aus Werbeeinnahmen und Verkaufspreisen der Publikation zusammen.
Wenn die amerikanischen Zeitungsverlage weiterhin jährlich zwischen 2 und 16% an Offline-Lesern verlieren, so müssen sie 40% bis 1600% mehr Online-Leser gewinnen. Ob dies mit den Online Formaten gelingt, die zur Zeit im Markt sind, ist fraglich.
Vin Crosbie hält neben der Analyse auch Lösungen bereit. Der Artikel “What Newspapers and Their Web Sites Must Do to Survive” zeigt konkrete Ansätze dazu auf.
Folgendes sind seiner Meinung nach die Erfolgsfaktoren:
- Maßgeschneiderte Inhalte für Leser
- Die Konvergenz und nicht Konkurrenz der Kanäle
- Die Fähigkeit komplettes Produkt zu liefern wird wichtiger als das reine Produzieren von Inhalten
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