Das Social Networking Patent
9. Juli 2006 | Alexander Pisculla
Friendster, einer der ersten Plattformen für Social Networking, die im Laufe der letzten Jahre in der Gunst der Anwender immer weiter abgesunken ist, holt zum Gegenschlag aus. Der Antrag auf ein US-Patent, dass das Eintragen eines Userprofils, die Kontaktierung anderer User sowie eine Beschränkung der Kontaktaufnahme auf User, die mit eigenen Kontakten verknüpft sind, umfaßt, wurde nun genehmigt.
Andere Social Networking Plattformen, wie LinkedIn oder Tribe.net funktionieren nach genau diesem Prinzip. Auch der soeben über 500 Millionen Dollar verkaufte Konkurrent MySpace gerät in den Focus des neuen Patents.
Fraglich bleibt, mit welchen Schritten Friendster nun gegen die Konkurrenz vorgehen will, ob über Lizenzgebühren oder Unterlassungsklagen. Sinnvoller wäre es wohl zunächst einmal, die Performance und die Features der eigenen Applikation zu optimieren.
Auf alle Fälle ist es erstaunlich, auf welchen Unfug man in den USA ein Patent anmelden kann (welches dann auch noch genehmigt wird). Hoffentlich führt dies nicht zu so absurden Situationen, die es beim GIF-Patent der Firma Unisys über Jahre gegeben hat.
via Mashable
charles fraenkl (11. Juli 2006)
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