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StudiVZ: Feuer frei zur Werbeoffensive

14. Dezember 2007 | David May

Ab Januar werden im StudiVZ neue AGBs gültig, die die Privatsphäre und den Datenschutz noch weiter beschneiden. Schon jetzt geben zahlreiche Nutzer nicht mehr ihre realen Daten an; die Möglichkeit, nachträglich den Namen zu ändern, wird von vielen gerne genutzt.
Die neuen AGBs sehen unter anderem vor, dass die Mitglieder speziell auf sie abgestimmte Werbemails und SMS zugeschickt bekommen (können).
Hier ein Auszug:

Zudem erkläre ich mich einverstanden, dass studiVZ meine personenbezogenen
Daten nutzt, um mir Marketing-Mitteilungen unter Verwendung elektronischer Post
zuzusenden (z.B. zum Versand von E-Mails an die von mir für die Nutzung des
StudiVZ-Netzwerkes verwendete E-Mail-Adresse, SMS-Werbung an die von mir
hinterlegte Mobilfunk-Rufnummer sowie von Nachrichten mit werbendem Charakter
über den Nachrichtendienst von studiVZ oder einen von mir angegebenen
Instant-Messenger).

Fairerweise werden die AGB nicht einfach so geändert, sondern die Mitglieder werden gefragt und können sich entscheiden, ob sie zustimmen möchten. Man wird per E-Mail, und auch auf der Seite darauf aufmerksam gemacht. Darüberhinaus gibt es eine Übergangsphase. Die sollte man vielleicht dazu nutzen, seine Freunde zu motivieren, zu Facebook zu wechseln.
Dort gibt es nicht nur viel mehr Funktionen, die Nutzerdaten werden auch nicht zu Werbezwecken genutzt.
Und das Beste: Laut Facebook Gründer Mark Zuckerberg wird es Facebook ab dem ersten Quartal 2008 in vielen weiteren Sprachen geben, unter anderem auch in Deutsch.

8 Kommentare

Marketing Web2.0

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Übel
15. Dezember 2007

Ob Facebook nun die Lösung ist, halte ich für fraglich. Auf der anderen Seite verwundert es doch nicht, dass StudiVZ nun stärker die Vermarktung ausbaut. Holtzbrinck hat beim Kauf doch einiges auf den Tisch gelegt.

ist
20. Dezember 2007

“…Fairerweise werden die Mitglieder vorher gefragt…” naja ich denke das hat mit Faierniß nicht soviel zu tun – so sind wohl die juristischen Vorgaben um auch Werbepost versenden zu dürfen…

Björn Schneider
11. Januar 2008

War wirklich nur eine Frage der Zeit, dass VZ so eine Richtung einschlägt.

Veranstaltungstipps
1. Februar 2008

Naja, welche Platform die Beste ist, darüber lässt sich streiten. Es gibt ja auch noch Xing und Myspace und wie sie alle heißen.
Ich habe nichts gegen StudiVZ und die Art der Werbung. Google (meistgenutzte Suchmaschine weltweit) bringt ja auch nur Nutzer-relevante Werbung. Die ist auf den Suchbegriff abgestimmt, den man eingibt.

Hat jemand glaubhafte Daten, welche Persönlichkeitsplatform, wie zB. StudiVZ, wie oft genutzt wird?

Blogger
7. Februar 2008

Es gibt die Möglichkeit, seine Nutzerdaten innerhalb von StudiVz ein wenig zu schützen und sich von der personalisierten Werbung abzukapseln.
Hier findet ihr mehr zum Thema und wie das funktioniert:
http://www.netzwerk-des-wissens.de/ArtikelZusammenstellen_DB.php?artikel_id=27

Hilft vielleicht ja dem ein oder anderen weiter :-)

Schuhe
20. Februar 2008

Das sehe ich vollkommen anders! Natürlich liefert Google Werbung aus, aber nicht auf Basis von gespeicherten Nutzerdaten (zumindestens noch nicht).

Und glaubhafte Daten findest Du direkt bei IVW Online ;-)

DaSch
11. Mai 2008

Also ich hab diese AGB Änderung zum Anlass genommen mit ein paar Freunden ein ganz neues Social Network aufzubauen. Etwas das die User mehr einbinden soll und den Leuten mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten.
-> http://www.wecowi.net

Nils
29. Juli 2008

Ich finde es auf jedenfall gut, dass Facebook inzwischen gegen StudiVZ geklagt hat. Ob man dem Käufer des Portales gesagt hat, dass alles Nachgemacht? Oder waren alles nur wieder Gerüchte…

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