Seit Mitte April 2008 heißt es auf dem Portal der “Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg”, kurz MFG, im Fachbereich Innovation “Willkommen zur Online-Version von ‘a digital lifestyle’ “. Die Herausgeber der gleichnamigen Studie zum Thema Web 2.0 und Social Software, Klaus Haasis und Nadia Zaboura, haben ihre 164 Seiten starke Publikation mit einer Einladung zur interaktiven Kommentierung ins Netz gestellt.
Die im Rahmen des MFG-Projekts “Innovationsprogramm Web 2.0″ entstandene Studie stellt Beiträge verschiedener Autoren aus Praxis und Wissenschaft vor. Diese diskutieren, wie Lebens- und Arbeitswelt der digitalen Zukunft sich unter dem Einfluss von Social Software und Web 2.0 gestalten und vor allem verändern werden.
Das erste der beiden Hauptkapitel widmet sich den “neuen Wegen”, die sich im “Internet der zweiten Generation” eröffnen, vor allem im Hinblick auf “Wissensmanagement”, mögliche “Geschäftsmodelle”, das “Leben online” und die Möglichkeiten für “Werbung & PR”. Das zweite Kapitel berichtet über “Erfolgsgeschichten aus dem Web 2.0″ mit Themen wie live-web-TV oder der Frage nach den spezifischen Herausforderungen des Umgangs mit Social Software. Hier kommen junge Startups und Akteure der Creative Industries zu Wort, die Beispiele dafür aufzeigen, wie sich innovative Ideen zu erfolgreichen Geschäftsmodellen entwickeln lassen. Eine Auflistung verschiedener Social-Software Projekte der Innovationsagentur des Landes für IT und Medien, wie die MFG auch heißt, rundet die Studie ab.
Die Publikation richtet sich sowohl an Social Software-Aktivisten und Entscheider als auch generell an alle Interessierten und web-affinen User. Mit der interaktiven bzw. web 2.0-gemäßen Präsentation der Studie wollen die Herausgeber vor allem eine “Plattform zur Vernetzung mit und in der Web 2.0-Szene” schaffen. “A digital lifestyle” möchte entdeckt, diskutiert und weitergesagt werden. Dazu bietet eine Kommentarfunktion am Ende eines jeden Kapitels die Möglichkeit. Hier können die Einzelbeiträge jeweils beurteilt und der Austausch mit anderen Lesern gepflegt werden. Am Ende der Startseite “Über die Publikation” kann wiederum die gesamte Studie kommentiert und durch Verweise und Tipps auf Fortführungen des Themas hingewiesen werden.
Insgesamt bietet “a digital lifestyle” einen guten Überblick über die aktuelle Diskussion um die Perspektiven von Social Software und Web 2.0, auch mit Blick auf mögliche Vernetzungen von Kreativwirtschaft und Technologiebranchen. Sie geht darüber hinaus noch einmal auf ganz grundsätzliche Aspekte ein, wie etwa die Frage nach den qualitativen und strukturellen Differenzierungen zwischen der Ära von Web 1.0 und 2.0. Ganz nebenbei können Interessierte auch den Verlinkungen zu weiteren Schwerpunktbereichen des MFG folgen und so das Gesamtprojekt des “Innovationsprogramms” kennen lernen.
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