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Social Networks am Sättigungspunkt?

25. Juni 2010 | Horst Brandl

Die Studie von Fittkau & Maaß über die Nutzung der sozialen Netzwerke in Deutschland kommt zu teilweise erstaunlichen Ergebnissen:

• So besuchen 62 Prozent der Internetnutzer Social Networks. Verglichen mit dem Herbst vergangenen Jahres bleiben die Zahlen konstant, was eine Sättigung beim Wachstum der Netzwerkdienste vermuten lässt.
• 35 Prozent der Internetnutzer sind regelmäßige Anwender sozialer Netzwerke und besuchen diese mindestens einmal pro Woche.
• Von diesen 35 Prozent nutzen 40 Prozent der regelmäßigen Anwender sozialer Netzwerke aktiv. Der Rest ist eher passiv bzw. beobachtend.
• Von den regelmäßigen Anwendern planen 28 Prozent die Nutzung von Social Networks in Zukunft noch zu intensivieren.

Die Analyse resultiert das nur 14 Prozent aller Internetnutzer aktiv kommunizierende, gestaltende Social Networker sind, aber das wirkliche Erstaunliche folgt:

Eine große Überraschung

Eine große Überraschung birgt das Verhältnis von aktiven zu passiven Nutzern aufgeschlüsselt nach den sechs führenden Anbietern in Deutschland. MySpace, der Ex-Weltmarktführer unter den Netzwerken, hat mit 55,8 Prozent daraufhin den größten Anteil aktiver Mitglieder. Der Primus Facebook hingegen rangiert hinter studiVZ und meinVZ. Dass Buisnessnetzwerk Xing besitzt deutlich weniger aktive User, was aufgrund der anders gearteten Nutzungsszenarien wenig verwundert.

Wachstum nur durch Verdrängung

Die Untersuchung kommt zum Schluss das der Markt für Social Networks in Deutschland also gesättigt ist, da fast 40 Prozent der Bevölkerung mit Internetzugriff kein Interesse an Onlinenetzwerken zu haben scheinen. Ein im Vergleich zu anderen Ländern sehr höher Wert. Wachstum einzelner Anbieter scheint nur durch Nutzer der Konkurrenten machbar.

40 Prozent Potential liegt noch brach

Bleibt für uns die Frage offen: Warum soll es nicht gelingen zumindest einen Teil der noch nicht erreichten, aber erheblichen 40 Prozent ?Internetnutzer für Social Networks zu interessieren? Wenn nicht die umfangreichen Marketingaktivitäten der Social Networks greifen, dann wird das Abwandern aus der großen Portalen und Suchmaschinen einen Teil dazu beitragen — ein Trend, über den wir bereits informiert haben.

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