Bigger is better
2. Juli 2010 | active value
Facebook ist das größte soziale Netzwerk der Welt — Bigger is better scheint der Slogan zu sein, unter dem das Social Network agiert. Dies weiter konsequent auszubauen geht Facebook auf Unternehmen zu, die sich mit eigenen Diensten in das soziale Netzwerk integrieren wollen. Neu im Boot ist aktuell Spielentwickler Zynga. Weitere große Anwendungentwickler ständen in den Startlöchern, kündigte Facebook-Manager Ethan Beard während eines Entwicklertreffens in London an.
Zehn Millionen aktive Nutzer
Von zehn Millionen aktiven Nutzern spricht Facebook in Deutschland, weltweit sind es nun fast eine halbe Milliarde. Einer solchen Menge präsentieren sich Entwickler nur all zu gerne. Sie können zum Beispiel Zusatzprogramme, Applications genannt, für Facebook anbieten — großen Erfolg hat aktuell das Spiel Farmville. Website-Betreiber können Facebook-Nutzer auf der eigenen Seite chatten lassen oder binden eine Schaltfläche auf ihrer Seite ein, mit der Leser ihren Facebook-Freunden einzelne Artikel empfehlen: den “Like”-Button, der in Deutschland “Gefällt mir” heißt. Seiten mit diesem “Like”-Button erscheinen seit vergangener Woche auch in die Facebook-interne Suche, wie einer Blogeinträge erklärt.
“Plattform”
Diese Funktionen fasst Facebook unter dem Begriff “Plattform” zusammen. Laut Facebook nutzen etwa eine Million Internetseiten die Plattform, davon 300.000 in Europa. Kritikern bemängeln das Datenschutzproblem dieser Funktionen, weil Facebook-Applikationen umfangreiche Daten über den Nutzer erfassen können – und Facebook in vielen Fällen erfährt, dass der Nutzer diese Websites besucht hat.
Facebook wächst und wächst
Facebook und den Anbieter der Dienste bringen sie hingegen großen Nutzen: Die Anbieter können zusätzliche Facebook-Nutzer für ihre Dienste generieren. Facebook bekommt mehr Dienste und Nachrichten und macht das Netzwerk attraktiver. Facebook-Manager auch daran gemessen, wie aktiv Facebook-Nutzer auf den weiteren Seiten der Plattform sind.
Alle Funktionen auch für Externe
Externen Entwickler sollen bald in ihren Programmen alle Facebook-Funktionen nutzen können – wie die Funktionen rund um lokale Dienste, an denen Facebook aktuell arbeitet. “Wir wollen alle neuen Funktionen von Facebook schnell als Programmschnittstelle zur Verfügung stellen”, sagt der Chef des dreißigköpfigen Plattform-Teams, Ethan Beard. “Wir wollen, dass Facebook auch eine Plattform ist.”
Ausweitung der Zahldienstleister
Damit die Entwickler auch Geld verdienen können, weitete Facebook seine Kooperation mit dem ZahldienstleisterPaypal aus. Für Dienstleistungen oder virtuelle Güter kann künftig nicht nur mit Kreditkarten, sondern auch mit Hilfe Paypal gezahlt werden. Neben Paypal als Zahlungsdienstleister ist auch Clickandbuy bereits auf Facebook aktiv.

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