Die größten Chancen liegen brach bei web 2.0
26. Juli 2010 | Horst Brandl
Wikis, Blogs und Foren sind am beliebtesten. Dennoch setzen Unternehmen Social Media zu wenig ein und vernachlässigen damit Potenzial, dass sich am besten im offenen Austausch mit dem Kunden nutzen lässt.
Strategie fehlt
Nach wie vor herrscht große Unsicherheit, was die Bedeutung von web 2.0 im geschäftlichen Umfeld angeht. Etwa 20 Prozent der Unternehmen in Europa nutzt Blogs, Foren oder Wikis. Viele experimentieren kommen aber nicht darüber hinaus: 40 Prozent der deutschen Unternehmen setzen nur ein bis drei Anwendungen ein – häufig völlig unkoordiniert und überraschend konzeptlos. Meist kommt die Initiative weniger von der Unternehmensleitung sondern von Mitarbeitern und auch sie treiben das Engagement voran, häufig mit einer gewissen Unsicherheit, was ihnen erlaubt ist und was zu teilweise erheblich Konsequenzen für ihren Arbeitsplatz führen kann. Nur wenige Unternehmen entwerfen eine übergreifende Strategie für den Einsatz von web 2.0, die Ziele definiert, Sicherheiten schafft und Erfolge quantifiziert.
Große Chance
Als häufiges Kriterium gilt eine transparente Auseinandersetzung mit Kritik von Kunden als Hinderungsgrund für den Einsatz von web 2.0 — und gerade hierin liegt ein hohes Potenzial für die Kundenbindung und das Prestige der Marke. Wer offen Dialog führt, sich zu seinem Fehler bekennt und erkennbares Interesse an schneller und unbürokratischer Lösung zeigt, steigt im Ansehen der Kunden markant und schnell.

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