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28. Juli 2010 | active value
Location Based Services (LBS), standortbezogene Dienste, prognostizieren Auguren, seinen der nächsten großen Hits der Branche. Da mobile Endgeräte immer leistungsfähiger werden und immer mehr Nutzer darüber mobil auf das Internet zugreifen, wächst die Relevanz der standortbezogene Dienste.
Nischenphänomen
Forrester Research hat bei einer Umfrage unter US-Anwendern die Bekanntheit und Nutzung von standortsbasierten mobilen Diensten wie foursquare und Gowalla untersucht. Heute sind Location Based Services zwar noch ein Nischenphänomen und der Hype ihrer tatsächlichen Bedeutung weit voraus ist.
Foursquare oder Gowalla kennen 84 Prozent der US-User nicht. Neun Prozent haben bereits davon gehört, drei Prozent haben Freunde, die solche Anwendungen nutzen, tun dies selbst jedoch nicht. Und vier Prozent der US-User setzen LBS gelegentlich, nur ein Prozent davon mehr als einmal pro Woche. In Deutschland verwenden laut einer Analyse nur ca. 20.000 Menschen foursquare.
Interesse ist da
Trotzdem laufen mit den großen Suchmaschinen intensive Gespräche diese Dienste zu integrieren. In wie weit dabei Datenschutzbedenken ausgeräumt werden können, bleibt abzuwarten. Dass Apple nicht nur die Netzerkennungsdaten des iPhone, sondern aller Apple-Produkte zum Aufbau einer weltweiten WLAN-Landkarte nutzt, ohne die eigene Kundschaft über diesen Datenzugriff zu informieren, schafft nur mehr Mißtrauen. Googles Streetview-Autos kurven inzwischen nicht mehr durch deutsche Städte, nachdem die Kritik immer größer wurde und einzelne Städte und Landkarte dafür von Google Geld sehen möchten.
Datenleck
Nun hat es auch direkt foursquare erwischt mit einem Datenleck: Die Anwender veröffentlichen ihre aktuellen Standorte mit einem so genannten “Check-In”. Ein automatisches Monitoring des Aufenthaltsorts findet jedoch durch foursquare nicht statt. Jeder einzucheckende Platz hat eine eigene Profilseite, die öffentlich anzeigt, wer zuletzt dort war. Das hat jemand genutzt und 875.000 Check-Ins und damit Standortdaten auszulesen.
Die größte Chance auf einen Durchbruch haben LBS wohl nur dann, wenn Facebook auf diesen Bereich aufspringt, denn dort gehen viele Anwender bereits jetzt sehr offen mit ihren Daten um.

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