Microsoft-CEO Ballmer kündigt Tablet an
30. Juli 2010 | active value
Microsoft-CEO Steve Ballmer hat bei einer Präsentation vor Analysten Apples Erfolg mit dem iPad gelobt: “Sie haben definitiv mehr verkauft, als mir lieb war. Aber “Microsoft arbeitet an einem Konkurrenzprodukt. Wir kommen mit donnernden Kanonen. Das Betriebssystem heißt Windows.”
Am Schalter
Der Termin steht noch nicht fest, allerdings so bald wie möglich. “Wir werden die Tablets ausliefern, wenn sie fertig sind. Es ist nicht so, dass der Mann am Schalter schläft.” Daten oder Konfigurationen verschwieg Ballmer. Die Hardware werde von Partnern kommen.
Microsoft wieder verspätet
Ballmer sieht durchaus noch Chancen auch als Nachzügler den Markt aufzurollen und führte die Netbooks an. Nachdem die meisten frühen Netbooks mit Linux als Betriebssystem ausgeliefert worden waren, hat Windows trotz noch entscheidende Marktanteile zurückerobert. Neuen Schwung verspricht er sich von Intels neuer Prozessorgeneration Oak Trail im kommenden Jahr.
Ballmer schloss eine eigene Tablet-Hardware nicht gänzlich aus: "Wir werden nicht zulassen, dass Hardware der limitierende Faktor für unsere Pläne ist."
Ballmer kontert Jobs
Dann nahm er sich Apple zur Brust, da Steve Jobs vorgelegt hatte mit der Aussage: „PCs seien wie Lastwagen und würden immer seltener genutzt“. Ballmer, ein Freund deutlicher Worte, konnte sich nicht verkneifen: "Wenn Sie das Windows-7-Modell in der Hand haben werden, wird es drucken können. Manche Leute möchten ja gelegentlich auch mal etwas ausdrucken."
Ballmer weiter: „Ich denke, die Menschen werden noch viele Jahre lang mehr und mehr PCs nutzen“ und was er von Apples iPad hält, konnte auch jeder erfahren: “ Es ist auch nur ein PC mit einem anderen Formfaktor“.
Im Meeting mit iPad
Das Konzept von mehreren Geräten für verschiedene Einsatzzwecke sei ohnehin nur für Technikfans interessant, die Mehrheit der Konsumenten wolle aber alle Funktionen in einem Gerät. Außerdem sei das iPad zu langsam für Notizen: “Jemand versuchte gestern bei einem Meeting, in dem ich saß, sich auf dem iPad Notizen zu machen. Das Meeting kam nicht wirklich schnell voran.“ Hier wäre eine noch die Telefonkonferenz bessere Alternative.
Lassen wir uns von dem Microsoft-Gerät überraschen. Bisher war Microsoft mit seiner Hardware nicht sehr erfolgreich. Nur wenige Wochen nach der Markteinführung stellte man die eigenen Handy-Modelle Kin One und Kin Two wieder ein.

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